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Wie werden Kartons, Faltschachteln und Wellpappeerzeugnisse richtig gelagert?

Wie so oft wird gerade in der kühleren Jahreszeit weniger Augenmerk auf die richtige Lagerumgebung von Kartons, Faltschachteln und anderen Wellpappeerzeugnissen gelegt, als in anderen Jahreszeiten.

In der kalten Jahreszeit trifft man immer wieder Lager für Verpackung an, die nicht temperaturgeführt sind. Dies ist in der Regel auch nicht so schlimm, ja wenn nicht gleichzeitig  die Beachtung der Luftfeuchtigkeit vernachlässigt werden würde. So kommt es immer wieder vor, dass beim Aufrichten der Kartons und Faltschachteln die Knickkanten (Rillungen) einreißen. Dies liegt in der Regel daran, dass die Pappen zu trocken gelagert werden. Kalte Umgebungsluft, wie im Winter, kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen als wärmere Luft.

Und Wellpappe besteht nun einmal aus einer oder mehreren Lagen Papier, die mit Leim miteinander verbunden wurde. Der verwendete Leim ist meist ein Stärkekleber, der aus natürlichen Rohstoffen hergestellt wird. Verwendet werden in der Wellpappenindustrie vor allem Weizen-, Mais- und Kartoffelstärke oder Gemische aus diesen. Selbst die einzelnen Papiere werden unter Verwendung von Stärken hergestellt.

Deshalb ist Wellpappe genau wie Papier ein hygroskopischer Werkstoff. Das bedeutet, dass je nach Umgebungsklima Feuchtigkeit aufgenommen oder abgegeben wird und zwar so lange, bis ein Gleichgewichtszustand hergestellt ist. Starke Schwankungen der relativen Luftfeuchtigkeit (r.F.) bedingen auch starke Schwankungen in der Qualität von Wellpappe.

Nachfolgend sind die empfohlenen Lagerbedingungen aufgeführt:

  • Ideal = 18°C – 20°C und 50-55% r.F.
  • 22°C + 54% r.F.
  • 20°C + 50% r.F.

Sollten sie keine Luftbefeuchter besitzen, so reicht es häufig schon aus, den Boden wiederholt über Nacht mit Wasser zu benetzen. Schon nach 2-3 Tagen werden sie eine Verbesserung der Raumfeuchtigkeit erreicht haben.

Wellpappe sollte ebenso nicht in der Nähe von Heizkörpern gelagert werden, da die Pappe dann zu sehr austrocknet.
Positive, aber auch negative Feuchtigkeit in der Wellpappe kann sich schon nach einigen Stunden einstellen.

Gleichfalls ist direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Nicht nur weil dann die Wellpappe zu trocken wird, sondern weil auch die Farbqualität darunter leidet (ausbleichen bzw. vergilben).

Sollen Wellpappenformate oder Wellpappeschachteln über längere Zeit gelagert werden, so empfehlen wir das Einstretchen mit schwarzer Stretchfolie, um die Mängel wie oben beschrieben zu vermeiden.

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